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EINHEITSPRINZIP DER NATUR

Das menschliche Bedürfnis, die Umwelt in ihren verschiedenartigen Erscheinungen zu erklären, fordert die Definition allgemeingültiger Kategorien, die als Kommunikaten den Prozeß menschlicher Kommunikation ermöglichen.
Das jeweils sprachliche Niveau dieser Definitionen philosophischer Kategorien führt schließlich zu einer Aufweichung der Begriffe. Die Projektion des menschlichen Bewußtseins, das sich aus Wahrnehmung, Wissen und Vorstellung zusammensetzt, auf eine rein sprachlichen Ebene bildet nur unvollkommene Kommunikaten aus. Dieser Umstand macht eine ständige Begleitung von Kontexten erforderlich, was zu Ungenauigkeiten und Widersprüchen innerhalb der menschlichen Kommunikation führt.
Diese Widersprüche werden weiter vertieft durch eine Spezifizierung der Sprache, die durch die Verschiedenheit menschlicher Kommunikationsformen und Arten menschlicher Tätigkeiten bedingt ist. Man kann dieses Problem lösen, indem man eine Reihe universeller Kommunikaten festlegt. Die Hinwendung zur Visualisierung dieser Kommunikaten erklärt sich durch die Tatsache, daß der Mensch die größte Menge an Information mit Hilfe seiner visuellen Wahrnehmung aufnimmt.
Die Hinwendung zu visuellen Formen des Eindrucks/Ausdrucks (Rezeption /Expression) in kommunikativen Prozessen erlaubt, eine universelle visuelle Gestalt zu erzeugen, d.h. ein universelles Kommunikat: das Objekt. Wenn ein Wort im Kontext mit anderen Worten nur in der Eigenschaft eines spezifischen Begriffs oder einer spezifischen Kategorie auftreten kann, dann kann das visuelle 3Bildã als universelles Kommunikat auftreten, das nicht an Kategorien gebundenen ist, also auch ohne Kontext auskommt, oder diesen Kontext doch auf ein Minimum reduziert.
Das Problem der Visualisierung von Wahrnehmung, Wissen und Vorstellung beschränkt sich nicht nur auf den zeitlichen Faktor. Denn Zeit ist, genau wie Materie und Raum, nur einer von drei grundlegenden Parametern der realen Welt, des Universum. Deshalb kann und darf man nicht nur von der zeitlichen, sondern auch von der materiellen und räumlichen 3Aktualitätã des Problems sprechen.
Das universelle Kommunikat ö also das visuelle Objekt - hebt sich von der sozial-gegenständlichen Vielheit der Realität ab, die materielle, zeitliche und räumliche Eigenschaften hat. Die Kenntlichwerdung des visuellen Objekts in seiner Eigenschaft als universelles Kommunikat entspricht der Konkretisierung dieser Eigenschaften in Struktur, Funktion und Form.
Struktur, Funktion und Form des visuellen Objekts werden universell im Verhältnis zu den existierenden Strukturen, Funktionen und Formen der Wirklichkeit. Somit entspricht die Herausbildung des universellen Kommunikats/visuellen Objekts der Suche nach dem grundlegenden Bauprinzip der Welt, aus der sich dieses Objekt heraushebt. Die Suche nach dem Bauprinzip der Welt, hier als das EINHEITSPRINZIP DER NATUR bezeichnet, und die Entdeckung des universellen Kommunikats ist das Hauptziel der Erkenntnis. ---